Wildtiere

Heute ist Vollmond: die Nacht der Wildschwein-Jäger

Vollmond

In der Woche vor Vollmond kommen die Jäger meistens recht müde zur Arbeit. Das liegt daran, dass sie nachts auf der Jagd nach Wildschweinen sind. Unter Jägern wird der Mond deshalb auch Schweinesonne genannt. Wildschweine sind fast überall nachtaktiv, das heißt tagsüber liegen sie vor sich hin dösend irgendwo im dichten Unterholz. Senkt sich dann langsam die Dunkelheit über den Wald, rumpelt und quiekt es im Dickicht, als müsste jede Nacht von Neuem ausgehandelt werden, in welcher Reihenfolge die Corona auf Piste geht.

Am Ende ist es aber doch immer gleich: Die Leitbache, quasi die Übermutti, geht vorneweg und die anderen hinterher. Wildschweine sind sehr intelligent und profitieren von der Erfahrung älterer Tiere. Sie führen den ganzen Schweinetrupp im Schutze der Dunkelheit zu den sicheren Futterplätzen. Das können im Wald Würmer, Schnecken, Wurzeln, Bucheckern und Eicheln sein, aber auch Feldfrüchte wie Mais und verschiedene Leguminosen. Ganz zum Leidwesen der Landwirte, die in den letzten Jahren über die zunehmenden Schäden auf ihren Äckern klagen und dann nach den Jägern rufen.

Wildschaden

Auf diesem Acker war letztes Jahr Mais angepflanzt. Einige Kolben wurden versehentlich untergepflügt. Für die feine Wildschwein-Nase kein Problem.

Jetzt ist es aber in Deutschland so, dass auf der Jagd keine künstlichen Lichtquellen verwendet werden dürfen. Also keine Nachtzielgeräte und keine Taschenlampen, die zum Anstrahlen des Wildes dienen. Das hat seinen Hintergrund darin, dass der Gesetzgeber dem Wild zumindest nachts Ruhe gönnen möchte, wo es doch schon tagsüber von Naturnutzern und Erholungsuchenden hin und her getrieben wird. Deshalb bleibt für den Jäger nur der Mond als natürliche Lichtquelle. Aber das hat auch seine gute Seite: so kommen die Jäger wenigstens 3 Wochen im Monat ausgeschlafen zur Arbeit.

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2 Kommentare

  • Antworten Garten Fräulein 24. April 2016 um 14:10

    Der Mond war in den letzten Tagen wirklich wunderschön! Da wäre ich fast zur Gärtnerin im Mondschein geworden 🙂

    • Antworten waldbret 25. April 2016 um 9:42

      Blumen und Gemüse sollen ja dann besser wachsen. Wenn die Nachbarn nicht immer nur so komisch schauen würden.

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